KulturKloster Duderstadt

Katrin Oldenburg

 

Kulturreferentin für Kinder- und Jugendarbeit

 

Marktstraße 70

37115 Duderstadt

KONTAKT

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Unsere Förderer und Partner:

Die Ursulinenen Stiftung Dudertstadt, Internationalen Händel-Festspiele, Deutsches Theater Göttingen, musa, Stadt Duderstadt

ANGEBOT 1

Pilotprojekt des KulturKlosters mit drei großen Partnern

Tag 1:

 

Als bisher größtes Projekt des KulturKlosters fiel der Startschuss an der Duderstädter Astrid-Lindgren-Schule für „Freiheit Ver-rückt“. Unter der Leitung von Musik-, Tanz- und TheaterpädagogInnen der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, des Kulturvereins Musa e. V. und des Deutschen Theaters Göttingen sollten Schüler neue Wege gehen und dabei etwas über Freiheit, ihre Möglichkeiten und ihre Grenzen erfahren. Inhaltlich stand der Lernprozess im Mittelpunkt der Projektwoche. Doch als krönenden Abschluss sollten die jungen Teilnehmer die Möglichkeit haben, ihre Ergebnisse öffentlich zu präsentieren.

Treffpunkt war morgens vor der ersten Schulstunde in der Aula.

In gespannter Erwartung standen die SchülerInnen aller Jahrgänge im Halbkreis und blickten auf diejenigen, mit denen sie es nun eine Woche lang zu tun haben würden: Christoph Schütz und Marianne Piet von der Musa e.V. wollen die Fünft- und Sechstklässler in die Welt des Tanzes führen, Sonja Catalano und Christa Sehring, Musikvermittlerinnen der Internationalen Händel-Festspiele, leiten den Workshop „Hören – Malen – Komponieren“ für die Siebtklässler, und Gabriele Michel-Frei und Lisa van Buren vom Deutschen Theater Göttingen, erarbeiten mit den Neunt- und Zehntklässlern schauspielerisch das Leitthema „Freiheit Ver-rückt“, das alle drei Projektmodule verbindet. Nur die Achtklässler der Astrid-Lindgren-Hauptschule entschuldigte Schulleiterin Franziska Stollberg: die seien in der Praktikumswoche.

Die erste Anspannung löste sich etwas, als Katrin Oldenburg, Leiterin des Duderstädter KulturKlosters, SchülerInnen und Schulleitung dafür lobte, so viel Enthusiasmus bewiesen zu haben, indem gleich alle drei Module – Musik, Tanz und Theater – in die Projektwoche integriert wurden.

 

„Das hat es bisher noch nicht gegeben. Die Astrid-Lindgren-Schule startet hier ein Pilotprojekt“, sagte Katrin Oldenburg.

Schon vor den Sommerferien wurde mit den drei Partnern des KulturKlosters ein Konzept entwickelt, bei dem das Leitthema „Freiheit Ver-rückt“, Zeitpläne, Ziele und Kosten erörtert wurden. Für die Schule bleibt das Angebot kostenfrei. „Die Planung war umfangreich. Umso mehr freue ich mich, dass es nun endlich losgeht“, verabschiedete Katrin Oldenburg die SchülerInnen in ihre Gruppenräume.

 

(Hier vielleicht das Bild von Katrin, das die Projektpartner bei der Planung im Sommer zeigt)

 

Was also bedeutet Freiheit für jeden einzelnen? Oder für eine Gruppe? Was ist Wunsch, und was Realität? Was verrückt sich im eigenen Blickwinkel? Wie verrückt dürfen die Ideen sein? Und wo liegen die Schnittpunkte? Fragen, die innerhalb der Projektwoche vielschichtige Antworten finden sollen.

Tag 2:

 

„Freiheit hat mit Vertrauen zu tun, in sich selbst und in die anderen“,

sagte Tanzpädagogin Marianne Piet vom Göttinger Kulturverein Musa e.V. und umriss damit auch die Basis des Tanzworkshops: Tanzen bedeutet Balance. Die zu finden, ist eine körperliche Erfahrung, und auch eine seelische. „Wer niemandem vertraut, wird keine Freiheit finden“, erklärt Marianne Piet.

Mit Bewegungsübungen am ersten Tag bekamen die Kinder einen Eindruck davon, wie sie ihren Körper als Ausdrucksmittel benutzen könnten. Die Wahrnehmung des Selbst, des anderen und Rücksicht aufeinander waren die ersten Grundsteine, die nicht nur Freiheit, sondern auch Regeln erforderten.

Am zweiten Tag konnten die SchülerInnen schon auf einige Ergebnisse aufbauen. Der Teamgeist begann, sich zu festigen. Die TänzerInnen sollten sich gegenseitig halten, stützen, helfen, aufeinander verlassen. Sie hatten den Mut, sich fallenzulassen, mit dem Vertrauen, von den anderen aufgefangen zu werden. Gemeinsam sollten sie eigene Tanzfiguren erarbeiten. Jeder konnte sich dort einbringen, wo seine Stärken lagen. Kleinere waren leicht und konnten hochgehoben werden, Größere waren kräftig und konnten jemanden halten. Wo es wackelte, konnte ein Dritter stützen.

„Wir gehen auf die Bühne, wenn wir etwas zu zeigen haben“, sagte Christoph Schütz vor der ersten Mutprobe: Die Kinder durften den anderen vorführen, was sie vorher in Zweier- oder Dreiergruppen geübt hatten. Sie stellten Bilder dar, und sie erkannten: Ein gemaltes Bild ist starr, Bilder des Tanzes sind in Bewegung. Tanz ist stetige Veränderung.

Auch im Musikworkshop der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen haben die SchülerInnen ganz neue Eindrücke gewonnen.

Die Musik von Georg Friedrich Händel mag sonst nicht unbedingt Bestandteil ihrer persönlichen Playlist sein. Doch nun hörten die Kinder, aufgeteilt in zwei Gruppen, verschiedene Stücke des Barockkomponisten. „Es gibt kein richtig oder falsch in der Musik. Jeder nimmt etwas anderes wahr, hat andere Vorstellungen von dem, was dahinter stecken könnte. Dazu ist kein Vorwissen nötig“, sagte Musikvermittlerin Christa Sehring. So war es in der ersten Gruppe Aufgabe, eine Geschichte über das Gehörte auszudenken und aufzumalen. Die SchülerInnen achteten auf die Feinheiten der Musik, auf Tempo, Gesang und Instrumentalisierung, und ihre Bilder nahmen Formen an.

In der zweiten Gruppe wurde ebenfalls Musik gemalt, dort allerdings in abstrakter Form. „Laut, leise, hohe und tiefe Töne und bestimmte Spannungsmomente stellen die Kinder in Zeichen und Grafiken dar. So entsteht eine Bildpartitur ohne Noten“, erklärte Sonja Catalano. Anschließend präsentierten sich die Gruppe gegenseitig erst die Bilder, dann die dazugehörigen Musikstücke. Fazit der SchülerInnen: Durch die Bilder wird die Musik verständlicher.

 

Wo stehe ich? Und wo stehen die anderen?

Wie wirke ich, wenn ich auf jemanden zugehe? Oder wenn ich mich entferne? Im Schauspielworkshop des Deutschen Theaters Göttingen ging es am ersten Tag in spielerischen Übungen um diese Fragen.

Im Durcheinanderlaufen, Tempowechsel, Ausweichen oder im Anblicken des Gegenübers entstand allein durch Körpersprache Dynamik. „Beim Theater muss man sich selbst, den anderen und den Raum wahrnehmen. Verrückte Sachen sind richtungsweisend – Dinge, die aus der Fuge geraten sind“, erklärte Gabriele Michel-Frei einige wesentliche Aspekte, die ein Stück vorantreiben.

 

Beim Theaterspiel erfuhren die Jugendlichen, dass nur gemeinsam etwas zu erreichen ist. „Wer die Möglichkeiten seiner Freiheit erkennt, muss lernen, damit umzugehen“, sagte die Theaterpädagogin. Körpersprache verbindet sich im Theater mit Worten. Also verfassten die Jugendlichen am zweiten Tag eigene Texte. Erste Versuche, Körperausdruck mit Sprache zu verbinden, machten differenzierte Möglichkeiten der Kommunikation und des gegenseitigen Verständnisses sichtbar: Bei einer gespielten Stadtführung oder beim Cafébesuch traten bereits die unterschiedlichen Charaktere einer Gruppe hervor.

Tag 3:

 

Schaffe ich das?

Am dritten Tag der Projektwoche wurden manche SchülerInnen von Selbstzweifeln geplagt. An den vergangenen Tagen haben sie neue Eindrücke in den Bereichen Musik, Tanz und Theater gewonnen, etwas ausprobiert, und sie haben sich ein Stück weit geöffnet. Sie haben vor den Augen ihrer Mitschüler etwas von sich preisgegeben, wobei sie nicht wussten, ob es bei den anderen gut ankommt. Kann etwas peinlich werden? Wird jemand ausgelacht?

Die Zweifel ihrer Schüler in der Wochenmitte kannten die Profis: Ganz normale Gruppen-Dynamik. „Der große Reiz des Neuen ist am dritten Tag abgeflaut. Nun rückt der Tag der Präsentationen näher, und das macht manche unsicher. Um das zu schaffen, braucht man Disziplin“, erklärte Christoph Schütz. Tanzfiguren, die am Tag zuvor noch in kleinen Gruppen geübt wurden, sollten nun Bestandteil der Arbeit in größeren Gruppen werden. Doch in der Projektwoche „Freiheit Ver-rückt“ lernten die Kinder und Jugendlichen nicht nur künstlerische Ausdrucksformen kennen, sie lernten außerdem, Mut zu haben, um zu sich selbst zu stehen.

 

Das eigene Schaffen stand auch bei den Musikern am dritten Tag im Mittelpunkt.

Die Bildpartitur vom Vortag sollte nun hörbar werden, nur die Grundstruktur von Händels Musik ist dabei erhalten geblieben. „Es ist nicht wichtig, ob jemand ein Instrument spielen kann. Wir haben auch unsere Stimmen und unseren Körper zur Verfügung und können mit Alltagsgegenständen Rhythmus erzeugen“, erklärt Sonja Catalano.

Einige Instrumente hat die Schule bereitgestellt, und ein paar Kinder haben eigene Gitarren und ein Keyboard mitgebracht. Nun wird akustisch erarbeitet, was auf den Bildern zu sehen ist: Höhen, Tiefen, Stufen, Spannung, eine Geschichte. Mit stampfenden Füßen und mit Stimmen, mit Trommeln und Triangeln, und mit Musikinstrumenten erhielt die Bildpartitur eine neue Dimension.

Die Schauspielgruppe nutzte den dritten Tag der Projektwoche, um ihren Aktions-Radius zu erweitern.

„Wir sind kostümiert durch die Stadt marschiert und haben einen Video-Clip gedreht. Mit dem Film haben die Akteure die Möglichkeit, sich selbst zu reflektieren“, sagte Gabriele Michel-Frei. Und noch einen zweiten wichtigen Aspekt umfasste der Clip: Das KulturKloster wird präsentiert. Die SchülerInnen besuchten die Räume in der Duderstädter Marktstraße 70 und nahmen KulturKloster-Leiterin Katrin Oldenburg und Schwester Ingeborg Wirz, Geschäftsführerin der Ursulinenstiftung als Finanziererin des gesamten Projektes, in ihr Rollenspiel mit auf.

„Auch wir gehen nun deutlicher an die Öffentlichkeit. Alle Gruppen, Schulen, Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sollen auf uns, unsere Angebote und auf unsere Partner aufmerksam werden“, erklärte Katrin Oldenburg und verwies auch gleich auf die neue Webseite, die an diesem Tag erstmalig online ging.

Tag4:

Am vorletzten Tag der Projektwoche „Freiheit ver-rückt“ herrschte allgemeine Aufregung.

Nicht nur, weil die Präsentationen der Ergebnisse näher rückten, sondern auch wegen des Besuchs des Stadtradios Göttingen. Die SchülerInnen sollten selbst Interviews führen und ihre Projekt-Module vorstellen, und dann würde Sascha Prinz, Medienpädagoge beim Stadtradio Göttingen, daraus eine echte Radiosendung schneiden.

 

Als Radioreporter wurden Steven und Max aus der Musikgruppe, Amy und Vanessa aus der Tanzgruppe und Laura und Hamza aus der Theatergruppe ernannt. Interviews sollten sie mit ihren Dozenten in den Gruppen führen, mit der Schulleiterin Franziska Stollberg und mit der Initiatorin Katrin Oldenburg.

 

„Wer sich beim Sprechen verhaspelt, fängt den Satz einfach nochmal an. Fehler kann ich raus schneiden, das hört man in der Sendung nicht“, beruhigte Sascha Prinz die aufgeregten RadioreporterInnen, nachdem er kurz die Technik erklärt hatte. Erleichtertes Aufatmen bei den Jugendlichen. Zettel wurden verteilt, worauf Fragen an die Interviewpartner vorformuliert waren, und los ging es.

 

Das Mikro wurde zuerst der Schulleiterin entgegengehalten.

„Wir haben bisher einen sehr guten Eindruck von der Projektwoche. An unserer Schule steht sonst mehr das Handwerkliche im Vordergrund. Nun haben die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass Kultur nichts Angestaubtes ist, sondern für jedes Alter etwas bietet. Wenn wir solche Angebote vom KulturKloster vor Ort haben, sollten wir die in Anspruch nehmen und aktiv mitmachen“, nannte die Schulleiterin einige Gründe, weshalb sie sich für die Projektwoche an ihrer Schule entschieden hatte.

 

 

„Kultur ist Bildung. Die Angebote, die wir machen, ergänzen den Unterricht in vielen Bereichen. Und die Kinder und Jugendlichen, die uns über die Schule kennengelernt haben, kommen vielleicht auch später zu uns, um eigene Ideen zu entwickeln und mit der Hilfe von Profis umzusetzen“, sagte Katrin Oldenburg im Interview.

 

Sascha Prinz gab ruhige Handzeichen:

Mikro höher halten, langsamer Sprechen, das verstanden die SchülerInnen auch ohne Worte. Gelacht wurde dennoch. Lustige Verwechslungen oder plötzlich hereinplatzende Mitschüler zeigten, dass beim Aufnehmen einer Sendung eigentlich viel mehr passiert, als das, was man später im Radio zu hören bekommt. Am 1. Dezember um 12 Uhr sollte das Projekt des KulturKlosters und seiner Partner auf Sendung gehen.

Tag 5:

 

Knisternde Spannung lag in der Luft.

Am fünften Tag der Projektwoche „Freiheit ver-rückt“ standen die Präsentationen der einzelnen Gruppen auf dem Programm. Letzte Anweisungen, beruhigende Worte und ein bisschen Mutmachen gab es noch in den Gruppenräumen – dann trafen auch schon die Eltern und die Ehrengäste ein: Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte, der Kulturbeauftragte der Stadt Duderstadt Horst Bonitz und natürlich Schwester Ingeborg Wirz, Geschäftsführerin der Stiftung der Ursulinen und Initiatorin des KulturKlosters.

Schulleiterin Franziska Stollberg begrüßte die Gäste in der Turnhalle, wo die Tanzgruppe den Auftakt der Vorstellungen gab.

Die Kinder waren aufgeregt.

Würde es gut ankommen? Würde alles funktionieren? Durch das gesamte Programm führten die beiden Moderatoren Miguel (10. Klasse) und Mika (9. Klasse).

Als es in der Turnhalle ganz still wurde, startete Tanzpädagoge Christoph Schütz die Musik. Seine Kollegin Marianne Piet kniete vor der „Bühne“ in der Turnhalle, um per Handzeichen die Choreografie zu koordinieren.

Ein Wink, und es ging los. Tänzerinnen und Tänzer nahmen den Raum ein, zeigten gemeinsam die erarbeiteten Figuren, wirbelten im Kreis, schlugen Rad, balancierten, sprangen und drehten sich. Als Lohn gab es tosenden Applaus und Jubel der Zuschauer. Gerötete Gesichter entspannten sich. Geschafft. Und richtig gut angekommen ist es auch.

 

Dann bildete sich ein bunter Pulk in der Turnhalle.

Grelle Perücken, glitzernde Hüte, lange Mäntel, Federjacken und Tüllröcke trugen die gutgelaunten Gestalten, die sich um Lehrer Mathias Tiepner versammelten. Der hielt einen Theater-Schirm in die Luft, und alle riefen „Schön!“

Die Zuschauer wurden aufgefordert, dieser skurrilen „Stadtführung“ zu folgen und gelangten über den Schulhof und die Treppe hinauf in die Aula. Hier sollte das Programm fortgesetzt werden.

Georg Friedrich Händel hätte wohl seine Freude gehabt, wenn er geahnt hätte, was Jugendliche rund 260 Jahre nach seinem Tod aus den Strukturen seiner Musik neu erschaffen können. „Mathilda wird geprankt“ hat die Musikgruppe unter der Leitung der Musikvermittlerinnen Sonja Catalano und Christa Sehring das Stück getauft, das nun in der Aula präsentiert wurde. Zum Warm Up gab es allerdings erst den Rhythmuskanon „Ich und mein Stuhl“, bei dem auch das Publikum mitmachte. Es folgte das selbst erarbeitete Stück nach Händel: Ein wiederkehrendes Thema am Xylophon, Rhythmus und Singstimmen erzeugten Spannung und deren Auflösung. Auch hier ernteten die SchülerInnen tosenden Applaus.

Als letzte Präsentation gab es quirlige Theatersequenzen der Neunt- und Zehntklässler.

Szenen einer Stadtführung und im Café – mit selbst geschriebenen Textpassagen – zeigten, mit wie viel Fantasie und Freude die SchülerInnen beteiligt waren. Die Theaterpädagoginnen Gabriele Michel-Frei und Lisa van Buren hatten zudem den in Duderstadt gedrehten Video-Clip dabei, der nun ebenfalls vor dem Publikum seine Premiere feierte.

Er zeigte die skurrile Stadtführung beim Umzug durch die Duderstädter Innenstadt zu den Räumen des KulturKlosters in der Marktstraße 70, neugierige Gesichter an den Schaufenstern, dann den Ansturm dieser bunten Gestalten auf den Geschäftsraum, die KulturKloster-Leiterin Katrin Oldenburg mit bunter Perücke und die vor Begeisterung in die Hände klatschende Sr. Ingeborg. „Voll gelungen!“, so das Urteil der Zuschauer. „Schön!“, kam die Antwort, als der Schirm hoch ging.

Mit etwas Wehmut stand dann der Abschied bevor.

Doch die Schulleiterin verriet: „Wir fassen weitere Projekte ins Auge.“ Ihr Dank galt Sr. Ingeborg, die das KulturKloster und die damit verbundenen Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen hat, sowie Katrin Oldenburg, die „vorbildliche Arbeit für Stadt und Region“ auf dem Sektor der Kulturvermittlung geleistet hat. Außerdem dankte sie der Stadt Duderstadt, die den Rahmen geschaffen habe, um das KulturKloster in Duderstadt zu ermöglichen. Ein dickes Lob gab es für die Schülerinnen und Schüler der Astrid-Lindgren-Schule und für die Dozentinnen und Dozenten der drei Göttinger Projektpartner, Internationale Händel-Festspiele, Musa e.V. und Deutsches Theater.

Doch was sagten die Jugendlichen nach einer aufregenden Woche?

„Schön!“, riefen sie lachend im Chor, als ihr Lehrer den Schirm erneut in die Luft schwang. „Besser als der normale Unterricht“, „Es war sehr lustig“, „Man hat was gelernt“, „Unbedingt wiederholen“, waren weitere Eindrücke.

Fazit: Die Projektwoche zeigte, dass jeder Einfluss hat auf eine Gruppe, allein schon durch seine Beteiligung. Kultur ist Verständigung und Miteinander auf vielfältige Weise. Kultur ist Auseinandersetzung mit dem Ich und mit dem Gegenüber.